Der Trainer des FC Bayern München steht vor dem möglichen Gewinn des Doubles und trotzdem gibt es immer wieder Gerüchte und Spekulationen um seine weitere berufliche Zukunft für die nächste Saison. Nicht zuletzt, da Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in den letzten Wochen anmerkte, dass beim FC Bayern niemand eine Jobgarantie hat und sich Sportdirektor Hassan Salihamidzic in den letzten Tagen angeblich mit dem ehemaligen Trainer der spanischen Nationalmannschaft und Real Madrids, Julen Lopetequi, getroffen haben soll. Kritik an Kovac gab es vor allem nach der Heimniederlage gegen den FC Liverpool mit 1:3 und dem damit verbundenen frühzeitigen Ausscheiden im Achtelfinale der UEFA Championsleague. Vor allem seine defensive Taktik und dass die Mannschaft zu wenig Mut zeigt, wird ihm vorgeworfen.

Niko Kovac

Der am 15. Oktober 1971 im damaligen West-Berlin geborene Kroate begann seine Spielerkarriere beim Heimatklub Hertha BSC Berlin, spielte anschließend bei Bayer 04 Leverkusen, beim Hamburger SV und von 2001 bis 2003 beim FC Bayern München. Im Anschluss daran wechselte er für drei Jahre zurück nach Berlin und beendete seine Spielerlaufbahn 2009 bei Red Bull Salzburg.

Von 1996 bis 2008 spielte er für die kroatische Nationalmannschaft und erzielte dabei in 83 Länderspielen vierzehn Tore.

Bei Red Bull Salzburg begann auch seine Trainerkarriere im Jahr 2009, zunächst als Betreuer der U-21 Mannschaft, später als Co-Trainer der A-Mannschaft. Von 2013 bis 2015 trainierte er die kroatische Nationalmannschaft, qualifizierte sich zwar für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, kam dabei aber über die Vorrunde nicht hinaus.

Im März 2016 übernahm er die damals auf dem 16. Tabellenplatz stehende Mannschaft von Eintracht Frankfurt und rettete den hessischen Traditionsklub in den Relegationsspielen erfolgreich vor dem Abstieg. In der Folgesaison erreichte er mit den Frankfurtern Platz elf in der Tabelle und erreichte das Finale des DFB-Pokals, das mit einer 1:2 Niederlage gegen Dortmund endete. Ein Jahr später gelang ihm dann der Pokalsieg gegen die Mannschaft seines jetzigen Arbeitgebers.